Altendorf – Gemeinde im Regnitztal (Landkreis Bamberg)
Altendorf liegt im Süden des Landkreises Bamberg, dort wo die Regnitz ihr breites Tal durch Oberfranken zieht. Auf gerade einmal 8,7 Quadratkilometern leben hier rund 2.100 Menschen – die Gemeinde zählt damit zu den kleineren, aber wachstumsstarken Kommunen der Region. Direkt am Ortsrand verläuft der Main-Donau-Kanal, und die Nähe zur Kreisgrenze nach Forchheim macht Altendorf zu einem Bindeglied zwischen den beiden Wirtschaftsräumen entlang der Regnitzachse.
Die Geschichte des Ortes reicht weit zurück: 1096 taucht Altendorf erstmals in den Quellen auf, angelegt als slawisches Runddorf – ein Hinweis auf die frühe Besiedlung des Regnitztals. Noch älter ist der heutige Ortsteil Seußling, der bereits um das Jahr 800 als Kirchdorf genannt wird. Über Jahrhunderte gehörte das Gebiet zum Hochstift Bamberg, ehe es 1803 an Bayern fiel. Die heutige Gemeinde entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818; 1978 kam Seußling hinzu. Ab 1840 führte der historische Ludwig-Donau-Main-Kanal unmittelbar am Ort vorbei, bevor er in den 1960er Jahren vom modernen Main-Donau-Kanal überbaut wurde.
Wer Altendorf besucht, sollte den Egloffsteiner Hof aus dem Jahr 1510 und die Altendorfer Mühle aus dem 18. Jahrhundert nicht verpassen. Kirchlich prägen die Filialkirche St. Bartholomäus und die Pfarrkirche St. Sigismund in Seußling das Gemeindeleben. Ein fester Termin im Jahreskalender ist das traditionelle Kürbisfest, das jeden Oktober Gäste aus der ganzen Umgebung anzieht. Mit seiner Lage zwischen Fluss, Kanal und fruchtbarem Gartenland ist Altendorf heute ein beliebter Wohnort mit kurzer Anbindung nach Bamberg und Forchheim.