Kemmern am Main – Gemeinde im Landkreis Bamberg | Infos & Geschichte
Kemmern liegt unmittelbar am Main, rund sieben Kilometer nördlich von Bamberg, dort wo die letzten Ausläufer der Haßberge das Maintal erreichen. Die kompakte Gemeinde besteht nur aus dem Pfarrdorf Kemmern selbst und zählt etwa 2.500 Einwohner – eine überschaubare, flussnahe Wohngemeinde in Sichtweite der Domstadt.
Über Jahrhunderte war das Dorf eng mit Bamberg verbunden und gehörte als Obleidorf dem Bamberger Domkapitel. Seit 1710 ist Kemmern eine eigenständige Pfarrei, 1803 kam der Ort mit dem Reichsdeputationshauptschluss zu Bayern, und mit dem Gemeindeedikt von 1818 entstand die heutige politische Gemeinde. Ein einschneidendes Kapitel der jüngeren Geschichte war die Hochwasserfreilegung Ende der 1970er Jahre, in deren Zuge auch die Pfarrkirche erweitert wurde.
Mittelpunkt des Ortes ist die Pfarrkirche St. Peter und Paul mit dem 2010 neu gestalteten Kirchplatz. Eine naturkundliche Rarität macht Kemmern über die Region hinaus interessant: Hier befindet sich das weltweit größte bekannte Vorkommen der seltenen Mohnbiene. Radler und Spaziergänger schätzen die Wege durchs Maintal Richtung Haßberge, Steigerwald und Fränkische Schweiz – und zur Einkehr lädt die örtliche Brauerei Wagner-Bräu ein.