Gerach – Gemeinde im Naturpark Haßberge (Landkreis Bamberg)
Gerach liegt rund 20 Kilometer nördlich von Bamberg und etwa zehn Kilometer südlich von Ebern am Rand des Naturparks Haßberge. Die kleine Gemeinde im Norden des Landkreises Bamberg zählt rund 1.000 Einwohner und besteht neben dem Kirchdorf Gerach aus dem Dorf Mauschendorf und der Einöde Laimbachsmühle. Verwaltet wird sie im Rahmen der Verwaltungsgemeinschaft Baunach – gemeinsam mit den Nachbarn an der Nahtstelle zwischen Landkreis Bamberg und Landkreis Haßberge.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Gerach am 10. März 1396. In den folgenden Jahrhunderten hatten vor allem die Adelsfamilien von Schaumberg und von Rotenhan das Sagen im Ort, ehe Gerach 1750 an das Fürstbistum Bamberg kam. Mit der Säkularisation 1803 wurde die Gemeinde bayerisch, gehörte zwischen 1810 und 1814 vorübergehend zum Großherzogtum Würzburg und kehrte dann endgültig zu Bayern zurück – eine wechselvolle Geschichte auf engem Raum.
Ortsbildprägend ist die spätromanische Kirche Sankt Vitus, deren älteste Teile bis ins 12. Jahrhundert zurückreichen. Dazu kommen liebevoll erhaltene Fachwerkhäuser, alte Feldkreuze und die für Franken typischen Felsenkeller, die vom früheren Brauchtum des Bierkellerns erzählen. Das Vereinsleben ist lebendig – 2020 bezog die Freiwillige Feuerwehr ihr neues Feuerwehrhaus –, und wer einkehren möchte, findet in Mauschendorf die Gaststätte Zur Jägersruh. Gerach ist damit ein ruhiger, ländlicher Wohnort mit viel Natur direkt vor der Haustür.