Reckendorf (Landkreis Bamberg) – Gemeinde im Baunachtal: Infos, Geschichte & Brauereien
Rund 14 Kilometer nördlich von Bamberg liegt Reckendorf im Baunachtal, dort wo der Landkreis Bamberg an die Haßberge grenzt. Etwa 2.100 Menschen leben in der Gemeinde, zu der neben dem Pfarrdorf Reckendorf auch Laimbach, Obermanndorf, Untermanndorf und der Zeitzenhof gehören. Verwaltet wird der Ort in der Verwaltungsgemeinschaft Baunach – im Ortsdialekt heißt er übrigens liebevoll „Reggndäf“.
Die nachweisbare Ersterwähnung reicht bis ins Jahr 855 zurück, womit Reckendorf zu den alten Siedlungen der Region zählt. Vom 14. bis ins 16. Jahrhundert saßen die Herren von Schöffstall auf dem Schloss, später hielten die Freiherren von Wiesenthau das Rittergut. Nach einem kurzen Zwischenspiel beim Großherzogtum Würzburg kam der Ort 1814 endgültig zu Bayern. Erst 1972 wechselte Reckendorf vom Landkreis Ebern in den Landkreis Bamberg. Ein besonderes Kapitel der Ortsgeschichte ist die einstige jüdische Gemeinde: Die ehemalige Synagoge wurde zum „Haus der Kultur“ umgebaut und beherbergt auf der Frauenempore eine Ausstellung über das jüdische Leben in Reckendorf, außerhalb des Ortes liegt zudem der jüdische Friedhof.
Sehenswert sind daneben die katholische Pfarrkirche St. Nikolaus und die markante Felsengruppe Veitenstein in der Umgebung. Gleich zwei Brauereien halten die fränkische Biertradition lebendig: die Brauerei Schroll und die Schlossbrauerei Reckendorf mit ihren Marken „Reckendorfer“ und „Nawinta“. Fest im Jahreslauf verankert ist die Kerwa im September – und alle zehn Jahre zieht die traditionsreiche „Altweibermühle“ als Fastnachtsspektakel durch den Ort.