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Burgwindheim – Markt im Steigerwald (Landkreis Bamberg)

Burgwindheim liegt im Tal der Mittleren Ebrach mitten im Steigerwald, etwa 26 Kilometer westsüdwestlich von Bamberg. Der Markt zählt rund 1.300 Einwohner, die sich auf elf Gemeindeteile verteilen – von Burgwindheim selbst über Kappel und Schrappach bis zu den Steinach-Dörfern. Umgeben von bewaldeten Hügeln grenzt die Gemeinde an Burgebrach, Ebrach, Schlüsselfeld und das unterfränkische Rauhenebrach und gehört damit zu den westlichsten Kommunen des Landkreises Bamberg.

Urkundlich erwähnt wird der Ort erstmals 1140. Prägend wurde die enge Verbindung zum Zisterzienserkloster Ebrach: 1278 vermachte der Ritter Ludewig von Windeheim dem Kloster sein Gut, und fortan bestimmte die Abtei die Geschicke des Ortes. Schon 1363 verlieh Kaiser Karl IV. Burgwindheim das Marktrecht. Ein besonderes Kapitel schrieb das Jahr 1465: Ein Hostienwunder während der Fronleichnamsprozession machte Burgwindheim zum Wallfahrtsort – eine Tradition, die bis heute lebendig ist. Zwischen 1720 und 1728 ließ Abt Wilhelm I. Sölner das stattliche Amtsschloss des Klosters errichten, ehe der Ort 1803 mit dem Reichsdeputationshauptschluss an Bayern kam.

Heute lohnt vor allem das barocke Amtsschloss einen Besuch, dazu die Zeugnisse der jahrhundertealten Wallfahrtstradition. Durch den Markt führt die Bundesstraße 22 von Bamberg nach Würzburg, eine Buslinie verbindet den Ort mit der Domstadt, und auf der stillgelegten Bahntrasse verläuft heute ein Radweg – ideal, um den Steigerwald zwischen Ebrachtal und Weinland zu erkunden. Burgwindheim verbindet so ländliche Ruhe mit reicher Kloster- und Wallfahrtsgeschichte.

Burgwindheim auf der Karte

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